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Klempner

Klempner, Spengler, Blechner, Flaschner oder Laternenmacher ist ein
Handwerksberuf.
Der Klempner
Begriff wurde vermutlich umgestaltet aus dem älteren Klemperer, Klamperer, oberdeutsch Klampfer(er).
Das Klempern ist das "Blech hämmern", das Klampen bedeutet "fest
verbinden". Der Klempner verarbeitet Feinbleche aus Eisen oder NE-Metallen (zum Beispiel Zink, Kupfer, Aluminium, Blei)
zur Herstellung von Dachabdichtungen, Dachentwässerungen und
Lüftungsanlagen, früher auch Flaschen und Haushaltswaren.
Die Be- und Verarbeitung
von Metallen hat im Klempnerhandwerk eine lange Tradition. Auf die metallverarbeitende Tätigkeiten deuten die
Berufsbezeichnungen hin: Die Begriffe Klempner und Spengler haben (über
verschiedene sprachliche Umwege) die alten Bezeichnungen Blechschmied bzw.
Spangenmacher ersetzt. Flaschner fertigten früher aus Metall Feld- und
Pulverflaschen, Flaschen und Gefäße, während Blechner mit Blech arbeiteten – wie auch heute noch.
Im europäischen Sprachraum finden sich jeweils vergleichbare
Bezeichnungen, zum Beispiel "Ferblantier",
"Zingueur" oder "Couvreur"
in Frankreich, "Sheet metal worker"
im englischen Sprachraum, "Plåtslagare"
in Schweden und "Blikkslager" in Norwegen.
Alle Bezeichnungen beinhalten den Begriff "Blech", die
französischen sogar die Materialien Zink und Kupfer.
Umgangssprachlich wird
oft der Gas- und Wasserinstallateur fälschlich als Klempner bezeichnet, da
dieser früher der gleiche Beruf war. Heute ist die offizielle Bezeichnung
dieses Berufs Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Dachentwässerung
-Der Klempner montiert industriell hergestellte,
seltener auch selbstgefertigte Dachrinnen und
Fallrohre zur sicheren Ableitung des anfallenden Niederschlagswassers.
Dacheindeckung
-Dachflächen können teilweise oder komplett mit Blechen gedeckt
werden:
Blechschindeldeckung
-Eindecken der Fläche mit kleinformatigen Schindeln aus Blech, analog zur
Deckung mit Dachziegeln. Diese Schindeln sind meist rautenförmig, daher
spricht man auch oft von Rautendeckung.
Doppelstehfalzdeckung
-
Ein
Tätigkeitsbereich des Klempners: Verkleiden von Dächern mit KupferblechEindecken der Fläche mit langen
Blechbahnen, sog. Schare, die an ihren Längsseiten aufgekantet und dann
doppelt miteinander verfalzt werden. Die Befestigung erfolgt durch Hafte, schmale
Blechstreifen die auf die Dachschalung genagelt und in die Längsfalze mit
eingefalzt werden.
Bei der Eindeckung von
Turmdächern werden oft sehr kurze Schare verwendet, die in
Längsrichtung durch Querfalze verbunden werden. Die Querfalze nebeneinander
liegender Schare werden dabei gegeneinander versetzt wie im Bild rechts zu
sehen.
Leistendeckung -Ähnlich der Doppelstehfalzdeckung, jedoch werden die
Schare nicht direkt miteinander verfalzt, sondern jeweils zwischen die aufgekanteten Schare eine Leiste aus Holz oder Blech
gesetzt, die danach mit einer Blechkappe verdeckt wird. Die Befestigung erfolgt
ebenfalls durch Hafte im Bereich der Leisten. Nach der Form von Aufkantung,
Leiste und Kappe unterscheidet man die deutsche und belgische Leistendeckung.
Fassadenbekleidung
[Bearbeiten]Alle oben erwähnten Techniken zur Dacheindeckung können
auch zur Bekleidung von Fassaden angewendet werden. Zusätzlich sind
für senkrechte Flächen auch verschiedene Kassetten- und Steckfalzprofile
geeignet.
Anschlüsse
-Übergänge von Dachflächen zu aufgehenden Wänden oder von
einer Dachfläche zur anderen, sowie Dachdurchbrüche für
Lichtkuppeln oder Schornsteine lassen sich mit Dachziegeln nicht oder nur unter
erheblichen Aufwand regensicher herstellen. Aus diesem Grund werden in diesen
Bereichen gewöhnlich Blechprofile montiert, die der Klempner in der Regel
selbst herstellt.
Schneefangsysteme
-Dienen zum Schutz vor Dachlawinen. Es wird unterschieden zwischen Systemen,
die die Schneelast bzw. Schneeschub
gleichmäßig
über die Dachfläche verteilen (Schneefangnasen, Schneestopper)
Anwendungen: Ziegeldächer, Rautendeckung
reihenweise über
die Dachfläche verteilen (Schneefanglaschen, Schneefanggitter).
Anwendungen: Ziegeldächer, Metallfalzdächer
Klempner werden regional
unterschiedlich benannt:
in Süddeutschland,
der Schweiz und Österreich: Spengler
in
Baden-Württemberg und z. T. Franken: Flaschner
seltener auch Blechner oder Blechschmied
In der Grundausbildung
sollen grundlegende Tätigkeiten wie das Weichlöten, Hartlöten, Bördeln, Schweifen, Falzen, Kanten, Messen,
Technisches Zeichen, Fachbezogene Mathematik, Werkstoffkunde usw. vermittelt
werden. Das Ziel ist es, den Auszubildenden dazu zu bringen, selbstständig
als Klempner arbeiten und Problemstellungen lösen zu können.
Die Ausbildung im dualen
System dauert in Österreich und Deutschland dreieinhalb Jahre.
Die Ausbildung im dualen
System dauert in der Schweiz drei Jahre.
Handwerkszeug
-Blechschere, (links, rechts, Figuren, Rundloch (li+re),
Durchlauf, Berliner, ...)
Falzzange, (gerade,
gekröpft, gewinkelt)
Spengler-Spitzzange
Spengler-Flachzange
Deckzange
Schaleisen
Bördeleisen
Rinnenstöckel
Falteneisen (regional
auch "Pfandleisen" oder "Gabel")
Diverse Hämmer,
insbesondere Holzhammer und Schweifhammer
winkelfazschliesser,traufenschliesser,doppelsthefalzschliesser,...Was
machen Klempner?
Ob Kupfer, Zink,
Aluminium, Blei oder Edelstahl, wenn es ums Blech geht, sind Klempner genau die
Richtigen. Ob Kirchturmdächer, Dachgauben oder Dachrinnen: Klempner biegen,
falzen, schneiden löten Bleche, um sie anschließend zum Beispiel zu
Dachteilen, Rinnen oder Rohren zusammen zu fügen. Danach geht's zur
Montage aufs Dach und an die Fassade
formen sie von Hand und
mit Maschinen um
beherrschen die
Verbindungstechniken, insb. Falzen, Löten und Schweißen
be- und verarbeiten
Kunststoffe
stellen Schablonen aus
metallischen und nicht-metallischen Werkstoffen her
prüfen, behandeln
und schützen Oberflächen z. B. vor Rost
befestigen Bauteile und
-gruppen in Mauerwerk, Beton und Holz, stellen z. B. Wanddurchbrüche her
und setzen Bauteile mit Mörtelmischungen ein
fertigen Trag- und
Befestigungskonstruktionen z. B. für Wandbekleidungen und Dachdeckungen an
decken Flächen an
Bauwerken ein
fertigen Anlagen zur
Ableitung von Niederschlagwasser an, wie z. B. Dachrinnen oder Regenfallrohre
und montieren sie
fertigen Kanäle
für lufttechnische Anlagen, wie z. B. Abgasleitungen oder
Klimaeinrichtungen und montieren sie
stellen Fehler fest, wie
z. B. undichte Bauteile oder Systeme und beheben sie
führen Wärme-
oder Schalldämm- und Dichtungsmaßnahmen durch
Klempner arbeiten für ...
handwerkliche
Klempnerbetriebe und werden dort in der Regel auch ausgebildet
Für wen ist der Job
geeignet?
Bewerber sollten ...
schwindelfrei sein
gerne auch im Freien
arbeiten
Spaß an Teamarbeit
haben
zupacken können
Was ist besonders gut?
Der Beruf des Klempners
ist ein besonders vielfältiger Beruf der an unterschiedlichen Einsatzorten
ausgeübt wird. Durch die Nähe zum Kunsthandwerk wird Kreativität
gefördert und der handwerkliche Umgang mit den unterschiedlichen
Metallwerkstoffen geschult.
Die gefertigten
Dächer, Fassaden, Ornamente und kunsthandwerklichen Gegenstände
können durch die Langlebigkeit u. U. auch nach vielen hundert Jahren noch
bewundert werden.
Wie ist die Ausbildung
aufgebaut?
Vorraussetzungen
Grundsätzlich ist
keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Jedoch
erwarten die meisten Betriebe mindestens den Hauptschulabschluss - manche auch
die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Vor dem Ende des zweiten
Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet
nach dreieinhalb Jahren mit bestandener Gesellenprüfung.
Vergütung
Die Höhe der
Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal
sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner,
also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie
während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue
Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft
für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel
bei Ihrer Handwerkskammer, der Kreishandwerkerschaft oder Innung, beim
Berufsverband oder auch beim Arbeitsamt vor Ort.
Was kann ich aus dem
Beruf später einmal machen?
Eine berufliche
Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht's weiter,
beispielsweise als Klempnermeister. Ziel kann natürlich auch die
berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang
immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen
auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss
flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge
Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren.
Unter bestimmten
Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung oder bestimmter
Qualifikationen, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.
a.:
Ausbilder/-in
(verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
Klempnermeister/-in
Industriemeister der
Fachrichtung Metall
Techniker/-in der
Fachrichtung Heizung, Lüftung, Klima
Techniker/-in für
Betriebswirtschaft
Ingenieurstudium
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Erkan Yilmaz Klempner seit 1994 aus 45711Datteln